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allgemeine infos

Die besten Sitzplätze im Flugzeug

Viele Passagiere bevorzugen Sitzplätze am Gang, da dort mehr platz für die Füße ist. Sollte man am Fenster direkt über der Tragfläche sitzen, so ist es ohnehin nicht möglich die Landschaft zu genießen. Es gibt Fluggesellschaften, die ihre Sitzanordnung im Internet präsentieren. So kann man sich vor der Buchung einen Überblick verschaffen und eventuell spezielle Sitzplätze schon vorreservieren.

Ein Sitzplatz am WC ist oft ungünstig, weil sich diese oft nicht klappen lassen und alle paar Minuten die Spülung aktiviert wird. Eine große Fussfreiheit versprechen meist Sitzplätze, die in der Mitte liegen und eine Vorderwand haben. Meist sind dort jedoch Haken für Kinderbetten angebracht. Dieser Platz muss dann oft geräumt werden oder verfügt nicht über hochklappbare Seitenlehnen. Was zur Folge hat, dass man bei geringer Passagieranzahl nicht die komplette Sitzreihe zum Langlegen nutzen kann.

Es empfiehlt sich besonders bei Langstreckenflügen mindestens 2,5 Stunden vor Abflug einzuchecken. Das Sitzplatzangebot ist dann natürlich größer. Bei einem Zubringerflug ist das meist auch kein Problem. Man sollte bei Langstreckenflügen so früh wie erlaubt das Flugzeug betreten. Auch aus dem Grund weil die Stauräume im Flugzeug im Gegensatz zum Handgepäck der Passagiere oft sehr begrenzt sind. Obwohl das Flugpersonal bei mehr Handgepäck als erlaubt erst eingreift wenn es eng zugeht, sollte man grundsätzlich nur ein Handgepäck mitnehmen. Ebenfalls eine eingeschränkte Beinfreiheit haben Sitzplätze am Notausgang und Fenster.

Man kann die Beinfreiheit für ausreichend befinden wenn man angeschnallt ist und mit ausgestreckten Füßen ohne Schuhe die Querstrebe des vorderen Sitzes nicht berührt. Sehr gut währe sie wenn man die Beine übereinander schlagen kann, ohne dass die Knie die Lehne des Vordersitzes berühren. Sollte sich die Zahl der Sitze in einer Reihe ändern, so kann es vorkommen, dass ein Stuhl schief steht.

Liegeflächen für die Business Class

Was für Briten und Asiaten selbstverständlich ist und auch in der First Class keine Ausnahme bildet soll jetzt auch für die Business Class ermöglicht werden. Die rede ist von fliegenden Betten. Sprich: Sitze welche sich in ein Bett verwandel lassen. Die Lufthansa zum Beispiel will dafür nun Millionen investieren.

Ein kostbares Gut in Passagierflugzeugen ist der Platz, da jeder zusätzliche Sitz die Einnahmen der Airline erhöht. Passagiere der Economy Class kommen sich daher oft eingezwängt wie Ölsardinen vor. Zumindest auf der Langstrecke gelten für die Business Class jedoch andere Regeln.

Viele Fluggesellschaften haben in jüngster Zeit dort ihr Mobilar ausgetauscht, die Sitzabstände vergrößert oder derartige Veränderungen angekündigt. So lassen sich nun viele der neuen Sitze per Knopfdruck in die Horizontale bringen. Das Fliegen im Liegen wird somit ein Jahrhundert nach dem ersten Motorflug der Gebrüder Wright 1903 auch außerhalb der First Class immer selbstverständlicher.

Klaus Laepple, der Präsident des Deutschen Reisebüro und Reiseveranstalter Verbandes (DRV) in Berlin erklärt den Umschwung der steigenden Anschaffung solcher fliegender Betten wie folgt: „Da die Preisdifferenzen zwischen Business und Economy extrem geworden sind, muss man den Kunden erheblich mehr bieten als früher. Sollten die Airlines ihre Auslastung vorne im Flugzeug wieder steigern und gleichzeitig ihre Business-Class-Preise erhalten oder gar erhöhen, so können sie dies nur durch eine merkliche Serviceverbesserung rechtfertigen.“

Den Rekord, die erste Airline zu sein, die bei Abflügen in Deutschland derartige Sitze an Bord hat, hat die Lufthansa jedoch nicht erringen können. Die asiatische Luftfahrgesellschaft Cathay Pacific war schneller. Sie schickte im November 2001 das erste Flugzeug in Frankfurt in die Luft, das in der Business-Class einen Sitzabstand von 1,52 Meter und 1,90 Meter lange Betten bietet. Die Singapore Airlines hat seit Mai 2003 bei Flügen von Frankfurt nach Singapur standardmäßig 1,98 Meter lange „Space Beds“ an Bord. Die japanische All Nippon Airways (ANA) bietet seit dem Frühjahr 2003 ebenfalls verstellbare Sitze, die sich zu 1,85 Meter lange Betten verwandeln lassen.

Jedoch waren auch die Asiaten nicht die Ersten. Die British Airways stellte den Rekord auf, als erste Airline Betten in der Business-Class angeboten zu haben. Die vollkommen flache „Lounge In The Sky“ wurde im Jahr 2000 vorgestellt. Sie ist 1,83 Meter lang und kann mittlerweile auf 47 Langstrecken von Großbritannien aus gebucht werden.

In Deutschland startende Zubringerflüge bieten diesen Luxus jedoch nicht. Die Flgzeit wäre viel zu kurz um einschlafen zu können. Die Air France, die 84 Langstreckenmaschinen umgerüstet hat, hält es genau so. Von Paris aus sind die ersten Ziele New York und Tokio, wo Business-Gäste schlummernd und liegend hinbefördert werden.

Die Auswahl an Fluggesellschaften mit „Wolkenbetten“ wird aber auch bei Starts in Deutschland immer größer. Airlines wie die australische Qantas, Dubai-Airline Emirates, Malaysian und Royal Brunei Airlines rüsten um.

Bei US-Airlines wie United und Delta sind Business-Class-Betten derzeit noch kein Thema. Delta-Sprecherin Marion Krimmer aus München meint, dass die um 160 Grad verstellbaren Sitze weiterhin wettbewerbsfähig sind. Die United Airline hält das ähnlich. Sprecher Werner Claasen vertritt die Ansicht, dass Betten in der First-Class ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zur Business-Class sind und es auch bleiben sollen.

Fluggesellschaften geben als Argument für die Vorzüge ihrer eigenen neuen Business-Class gern die Längenmaße und Verstellbarkeitswinkel der Sitze an. Neben Lufthansa, Cathay Pacific, ANA und Singapore Airlines sind bei der Länge der Betten auch die France (1,85 Meter) und die Qantas (1,94 Meter) sowie die British Airways übertreffend. Die Briten sind dafür die Einzigen deren Betten parallel zum Kabinenboden stehen. Die Sitzbetten anderer Airlines weisen zwar auch keine Knicke auf. Haben aber einen Neigungswinkel von 8 bis 13 Grad.